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7. Bayerische Armutskonferenz

Geschrieben von Hollenbach, Carmen. Veröffentlicht in Pressemitteilungen

m 30.07.2014 fand in Nürnberg unter der Federführung der Freien Wohlfahrtspflege mit dem Titel: WOHNEN - EIN MENSCHENRECHT! die 7. Bayrische Armutskonferenz statt.

„Wir haben keine Zeit mehr, Wohnraummangel wird zum Armutsrisiko, weil Angebot und Nachfrage nicht mehr zusammenpassen. Wir brauchen schnell umsetzbare Konzepte und Ideen, damit Menschen aus dem Niedriglohnsektor oder Menschen mit Behinderungen, mit Migrationshintergrund oder Senioren auch angemessen und bezahlbar wohnen können“, kommentierte BRK-Vizepräsidentin und Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, Brigitte Meyer, die prekäre Situation in Bayern.

Es kann festgestellt werden, dass in Bayern viele Initiativen im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereich entstanden, die sich mit dem Problem der Armutsbewältigung befassen.

Forderungen, die in einem der Workshops erarbeitet wurden, um einer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt entgegen zu wirken sind:

  • Wir brauchen Aufklärung der breiten Öffentlichkeit, dass das Thema breite Bevölkerungskreise betrifft
  • Die Vermieter sollten unbedingt einbezogen werden.
  • Die Jobcenter müssen Mietübernahmebescheinigungen schneller erteilen. Es braucht Ansprechpartner für Menschen von außen, z.B. für Vermieter. Die Mietobergrenzen müssen den Gegebenheiten angepasst werden.

Im Namen des Armutsnetzwerk e.V. gab Carmen Hollenbach, 2.Vorsitzende, zu bedenken, dass es, um erst gar nicht in die Gefahr zu laufen Obdachlos zu werden, dringend notwendig wäre, dass das Jobcenter schneller arbeitet. Die Vorgehensweise, „wir brauchen noch diesen Nachweis, dieses Schreiben und noch ihr Scheidungsurteil usw., bringt die Menschen in eine prekäre Situation, die im schlimmsten Fall so aussieht: Die Betroffenen haben keine Möglichkeit die Unterlagen  schnell beizubringen (Unterhaltsregelung, Scheidungsurteil, usw.). Die Konsequenz ist, dass die Miete seitens des Jobcenters nicht übernommen wird. Aus diesem Grund kommt es oft zu einer unnötigen und ungerechtfertigten Räumungsklage und der Schritt zur Obdachlosigkeit ist nicht mehr fern. 

An einer Podiumsdiskussion beteiligten sich Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr; Ulrich Maly, Präsident, Deutscher Städtetag; Oberbürgermeister, Stadt Nürnberg; Frank Thyroff, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft mbH Nürnberg, Beatrix Zurek, Vorstandsvorsitzende, Bayerischer Mieterbund; Karin Lohr, Geschäftsführerin, Verein Bürger in Sozialen Schwierigkeiten BISS und Michael Bammessel, Präsident, Diakonie Bayern. Die Moderation hatte Birgit Harprath, Bayerischer Rundfunk.

Es entstand der Eindruck, es würde hier nur über deren "Verwaltung" diskutiert. Wichtig schien das Thema der Standards für die notwendigen noch nicht vorhandenen Sozialwohnungen. Ein konkretes Programm zur Lösung der Problematik wurde nicht benannt. "Wer auf der Straße wohnt hat andere Probleme als Standards", bemerkte C. Hollenbach.

Das Armutsnetzwerk sieht den wesentlichen Grund der Misere in einer verfehlen Politik im sozialen Wohnungsbau. In der Praxis werden durch die Jobcenter Darlehen vergeben, um Rückstände in den Zahlungen der immens gestiegenen Wohn- und Nebenkosten vorerst auszugleichen. Das kann jedoch in keinem Fall zu einer befriedigenden Lösung beitragen.

Angela Pfister-Resch, Leiterin der Wohnungsnotfallhilfe der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis München berichtete, dass die Situation in den Beratungsstellen trotz der guten Absicht der Bayrischen Staatsregierung, jährlich 70.000 Wohnungen fördern zu wollen, äußerst angespannt sei.

Das Armutsnetzwerk merkt an, dass im Nationalen Reformprogramm (NRP) der Bundesrepublik Deutschland diesbezüglich keine Zielstellung vorhanden ist.  Die Millionen Alg-II-Empfänger, Rentner, und Menschen die sich schämen arm zu sein, nicht aber Leistungen in Anspruch nehmen, brauchen eine schnelle unbürokratische Lösung.

 

Lösungslotterie

Geschrieben von Dietmar Hamann. Veröffentlicht in Allgemeines

Aus dem Konstantin Wecker Archiv haben wir von Alexander Kinsky folgenden Text erhalte, den ich hier in Anbetracht einer auf Facebook einhergehenden Diskussion veröffentlichen möchte:

Lösungslotterie oder intellektuelles Kauderwelsch - ein deutsches Drama

Lösungen.
Losungen.
Lose.
Lotterie.
Lösungslotterie.

Heinz ist links,
Sepp linker,
Fritz halblinksliberal,
dagegen Werner viertellinksmitteoben.
Bob ist sozialistisch kulturschaffend,
Frédéric ultra, einfach ultra,
und Sabine radikal, - radikal.
Heinz hauptsächlich anal,
Sepp dagegen maoistisch total,
Werner versteht sich global im Eurosinn, - im Eurosinn,
und Frédéric, wie schon erwähnt, nur ultra, ultra und damit juck.

9. Treffen der Menschen mit Armutserfahrung

Geschrieben von Dietmar Hamann. Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Die jährlichen Treffen von Menschen mit Armutserfahrungen haben eine lange Tradition. Ihr zentrales Ziel ist die Partizipation der Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind. Das 9. Treffen in Hamburg widmet sich dem Thema „Armut und Teilhabe“. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung können z.B. solche Fragen stehen:

Was verstehen die Betroffenen unter Teilhabe?
Welche unterstützenden Netzwerke gibt es, die Teilhabe fördern?
Was können Tauschnetzwerke leisten?Was brauchen wir, damit von Armut Betroffene in ihren Organisationen effektiv und nachhaltig arbeiten und sich vernetzen können? Wie kann politische Teilhabe von
Menschen mit Armutserfahrungen in der nak gelingen?
Was können wir tun, damit soziale und kulturelle Teilhabe für alle Menschen umfassend gelingt?

Achtung!  Die Anmeldefrist bis zum 1.8.2014 verlängert worden.


Download Anmeldung

Download Programm

Wo Welten aufeinander treffen

Geschrieben von Dieter Puhl. Veröffentlicht in Obdachlos

Der Kostenvoranschlag eines Sicherheitsunternehmens geht davon aus, ein Wachdienst würde 1000.- pro Tag kosten = 365 000.- pro Jahr (3 Personen x 3 Schichten pro Tag).
Als ich heute diese Summe erfuhr, fing ich an zu weinen.

80 000.- jährlich kostet der Unterhalt eines Hygienecontainers, mit Duschen, Toiletten, Waschmaschine und Trockner, Reinigung und Aufsicht, Friseurangebot, Fußpflege für 75 jährige, hilflose, wohnungslose Menschen – für den Rest könnten 6 Streetworker eingestellt werden, die dann nachhaltig mit den Menschen arbeiten könnten.
Wir wissen, man kann wohnungslosen Menschen helfen, wenn man genügend Fachpersonal mit entsprechenden Zeitressourcen hat.

Kalle würde nicht von A nach B verdrängt werden müssen, wo dann ein neuer Sicherheitsdienst tätig werden würde.

Benötigen wir 1000.- für die Arbeit mit einem hilflosen Menschen, so ist dieses Geld nicht vorhanden.

Oh Welt, was bist du manchmal böse.

Verstehen werden Sie das alles, wenn Sie den Artikel lesen: Artikel in der MOZ

Aktionswoche der Schuldnerberatung: Nationale Armutskonferenz warnt vor den katastrophalen Folgen der steigenden Energiepreise und fordert eine sozial gerechte Energiewende

Geschrieben von nak - Böhme. Veröffentlicht in Pressemitteilungen

„Und dann war’s plötzlich dunkel und kalt… Energieschulden – Energiesperren“ – Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung vom 23. bis 27. Juni

Die Nationale Armutskonferenz warnt vor den katastrophalen Folgen der steigenden Energiepreise und fordert eine sozial gerechte Energiewende

Eine sozial gerechte Energiewende fordert die Nationale Armutskonferenz (nak) angesichts der bundesweiten Aktionswoche der Schuldnerberatung, die vom 23. bis 27. Juni unter dem Motto „Und dann war’s plötzlich dunkel und kalt… Energieschulden – Energiesperren“ stattfindet. Die Kosten für Energie dürften für Haushalte mit niedrigen Einkommen nicht zu einer immer größeren Belastung und somit zu einem höheren Armutsrisiko werden.

„Die Versorgung mit Energie muss ein Menschenrecht sein. Strom, Gas und Waser sind Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben und gesellschaftliche Teilhabe“, sagt Kurt Klose, stellvertretender Sprecher der nak, „daher muss der Sozialstaat eine Grundversorgung sicherstellen.“

Die seit Jahren drastisch steigenden Strompreise bringen immer mehr Haushalte zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten, so die nak. Das zeigen auch die Zunahme der Stromsperren und die vermehrten Anfragen von verzweifelten Menschen in den Schuldnerberatungsstellen. „Von der Kostenexplosion sind insbesondere Menschen betroffen, die Sozialleistungen beziehen und Geringverdiener. Wenn die steigenden Kosten der Energiewende nicht sozial gerecht verteilt werden und endlich auch die energieintensiven Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden, hat dies katastrophale Folgen für die Betroffenen“, warnt Kurt Klose, „Familien mit Kindern, chronisch Kranken oder alten Menschen Strom bzw. Gas abzustellen, ist menschenunwürdig. Ein Leben ohne Energie ist heutzutage nicht mehr zumutbar.“

Die nak unterstützt die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung. Sie fordert, die gesetzlichen Hürden für Energiesperren durch Energieunternehmen deutlich zu erhöhen, bei Sozialleistungen die tatsächlichen Energiebedarfe zu berücksichtigen, Zuschüsse und Darlehen für Energieschulden zu gewähren, energetische Gebäudesanierung warmmietneutral zu gestalten und die Energiesparberatung und Energieschuldnerberatung zu fördern.

Weitere Informationen zur Aktionswoche unter www.aktionswoche-schuldnerberatung.de

 Bei Rückfragen:

Kurt Klose, Stellvertretender Sprecher des Sprecherkreises der Nationalen Armutskonferenz, Insolvenz- und Schuldnerberater, c/o Beratungszentrum Bramloge, Tel.: 04456/94 88 50, | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Christian Böhme

Pressesprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak)
c/o Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V. 
Wandsbeker Chaussee 8 • 22089 Hamburg

Telefon: 040 - 41 52 01-59
Fax: 040 - 41 52 01-38
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.nationalearmutskonferenz.de | www.paritaet-hamburg.de

 

Kooperationsvereinbarung mit BKE Gruppe Sulingen

Geschrieben von Reiner Lübbering/Dietmar Hamann. Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Die Gruppe Sulingen des Blauen Kreuzes in der Evangelischen Kirche und der Armutsnetzwerk e.V. verbinden schon seit längerem ein gemeinsamer Gedankenaustausch und zusammen gestaltete Projekte. Beide haben sich entschlossen, die Zusammenarbeit mit einer Kooperationsvereinbarung zu besiegeln. Verbindend ist der Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe. Auch die Mottos:

  • Gemeinsam, nicht einsam! und
  • Gemeinsam sind wir stark! sagen ein Übriges.

Unser Ziel ist es:

  • Durch gesellschaftliche Teilhabe und eine gesundheitsbewusste Lebensweise, einen wichtigen Beitrag im sozialen Zusammenleben zu liefern.
  • Die vielfältigen Potentiale der Mitglieder für die eigene Entwicklung zu nutzen.
  • In Kooperation mit anderen sozial engagierten Kräften die inhaltlichen und organisatorischen Voraussetzungen „vor Ort“ miteinander zu vernetzen und Angebote im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern.

 

Treffen der Gruppen des Blauen Kreuzes in der evangelischen Kirche aus dem Landesverband Niedersachsen

BKE Sulingen

Die Gruppe Sulingen des Blauen Kreuzes in der Evangelischen Kirche war am 28. Juni 2014 Gastgeber für das Treffen aller Gruppen im Landesverband Niedersachsen.
Da die Gruppe Sulingen seit Jahresbeginn Gruppenabende in Freistatt anbietet, hatte das Haus Neuwerk Eingliederungshilfe der Einrichtung Bethel im Norden seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt,
Obendrein wurde vom Haus Neuwerk der Begrüßungskaffee sowie der Nachmittagskaffee mit Kuchen gespendet. Das Anrichten des angelieferten Mittagessens sowie die komplette Bewirtung wurden vom Freistätter Gruppenmitglied Heiko Liebenow übernommen.
Der Morgen war mit einem Rundgang durch den Sinnesgarten und einem Vortrag von Herrn Frank Kruse, Leiter der Wohnungslosenhilfe, ausgefüllt.
Die anwesenden BKE Mitglieder erfuhren viel über Entstehung und Aufgaben der Einrichtung Bethel im Norden. Dieses war für viele, auch von nicht so fern angereist, Neuland.
Nach dem Mittagessen ging es mit der Freistätter Feldbahn nach Heimstatt. Der Hin- und Rückweg wurde durch Erläuterungen immer wieder kurz unterbrochen.
Beim Nachmittagskaffee im Speiseraum des Hauses Neuwerk fanden Gespräche und Austausch statt.